Panzerdenkmal an der A115

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Jeder Transitreisende kannte den Panzer, der gegenüber des Grenzkontrollpunkts Dreilinden über der Autobahn thronte und dessen Kanonenrohr auf West-Berlin gerichtet war. Dieses Panzerdenkmal erinnerte an den ersten Panzer der Roten Armee, der 1945 über die Glienicker Brücke rollte. Nach der Wende verschwand der Panzer. Die abziehenden GUS-Truppen hatten ihn mitgenommen. Für Ersatz sorgte bald der Künstler Eckhart Haisch. Nach dem Motto "Schwerter zu Flugscharen" platzierte er 1992 eine rosa angestrichene Schneefräse auf dem Denkmalsockel.

Die von ihm selbst als "künstlerisches Husarenstück" bezeichnete Aktion entstammte dem Wunsch, den Ort ins Bewusstsein der Menschen zurückzuholen, nachdem der Panzer demontiert war, der jedem Reisenden an dieser Stelle über Jahre so präsent war. Sein Ziel war es, die Erinnerung zu bewahren, und das ist ihm gelungen. Wenn auch nicht Jeder vom Denkmalwert der rosa Schneefräse überzeugt ist und hart um deren 2011 erfolgte Sanierung gerungen wurde. Doch auch die kontroversen Diskussionen dazu erfreuten den Künstler, denn aufgrund dieses demokratischen Prozesses sei das Denkmal "ein Werk von uns allen" geworden und nicht mehr nur dieses "Haisch-Dingsbums".

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